Der nächste Morgen verging viel zu schnell, Julia kam vorbei und verabschiedete sich mit Chris von Toni. Chris und Toni waren in den 2 Tagen richtig gute Freunde geworden und auch Julia verstand sich super mit ihm. Was ich natürlich verstehen konnte, schließlich war er mein bester Freund.  Als ich mit Toni zum Bahnhof fuhr schwiegen wir uns an. So eine Situation gab es wirklich noch nie. Es gab immer was zu erzählen, aber irgendwie war ich nicht im Stimmung ich war traurig und war froh das wir endlich am Bahnhof ankamen.
Endlich brach Toni das Schweigen und sagte: „ Man, ich hab keine Lust zurück nach München zufahren, was soll ich denn da? Ich vermisse dich ja jetzt schon.“
Ich lächelte und es sammelten sich Tränen in meinen Augen.
Ich seufzte. „ Ich vermisse dich auch. Aber wir können ja eh nichts dran ändern.“
„ Ja, leider. Aber ich komm euch besuchen. So oft es geht Okay?!“
„ Klar… ohne mich hältst du es ja anscheinend nicht aus.“ Sagte ich grinsend und nahm in in den Arm.  Ich ließ ihn erst wider los als der Zug ankam. Ich winkte ihm vom Gleis aus zu und als der Zug endgültig weg war fuhr ich traurig nach Haus. So fing der Besuch von toni an und so endete er. Es war komisch.
Als ich zuhause auf meinem Bett lag kam Chris in mein Zimmer.
„ Hey, deine Mutter hat mich rein gelassen, hast du Zeit?“
„ Klar. Jetzt wo Toni wider weg ist...“
„Hmmm“, machte Chris.
„ Hast du Lust noch was raus zu gehen? Ich brauche frische Luft.“
„ Klar können wir machen.“
Wir zogen uns unsere Winterjacken an und gingen raus.
Nach einiger Zeit kamen wir zu dem Sportplatz wo wir uns kennen gelernt hatten und setzten uns auf eine Bank. Wir schwiegen und guckten in die Sterne. Der Himmel war blau und die Sterne funkelten. Es war zwar erst 7 aber schon richtig dunkel. Ich fröstelte ein bisschen und Chris legte mir seinen Arm um die Schulter. Als ich Chris so nah spürte bekam ich diese Gefühl im bauch als würden 20 Schmetterlinge wild umher fliegen und es war wunderschön. Nach einer Weile standen wir wieder auf und gingen zusammen nach Hause. Chris brachte mich noch zur Tür und ging dann selbst die dunkle Straße endlang. Lächelnd guckte ich ihm hinterher. Als er schon längst nicht mehr zu sehen war (a weil es dunkel war und b weil die Straße um die Ecke bog) ging ich zurück ins Haus. In der Küche machte ich mir erstmal etwas zu essen und trällerte dabei FcB-stern des Südens du wirst niemals untergehen..., ich war mir nicht sicher ob Bitterfeld eine Fußballmannschaft hatte aber das war mir auch egal, ich war meiner alten Mannschaft treu. Früher war in mit Toni auf jeden Spiel gewesen, wir hatten Schweinsteiger, Poldi und Lahm auch schon in der Stadt getroffen und haben uns Autogramme geholt. Aber das Beste war als Tonis Vater ein Treffen mit Schweinsteiger und Poldi gewonnen hatte und er Toni und mich schickte. Ich war zum Danke eine Woche lange (im Sommer) in der Eisdiele mit geholfen denn die war im Sommer brechend voll. Na ja, auf jeden fall schrieb ich nach dem Essen noch einen Zettel an meine Mutter, die immer noch nicht zuhause war. Dann ging ich ins Bett und freute mich schon auf morgen, denn da würde ich Chris wider sehen.