„Na mein Schatz, wie war es in der Schule?“ fragte mich meine Mutter noch bevor ich die Tolle Nachricht erfuhr. „Voll geil, Mama ich bin jetzt endlich im Cheerleader Team und in der Mathe Arbeit hab ich ne 2, “ antwortete ich stolz. Doch meine Mutter schien sich nicht zu freuen, sie blickte eher traurig. „Was ist los Mama?“ frage dich deshalb. „Schatz, ich… ich muss… ich muss dir was sagen!“ Ich blickte sie fragend an weil ich mir absolut nicht vorstellen konnte wieso sie sich nicht für mich freute. Sie setze sich an den Küchentisch und sage dann leise, „Du weißt doch das ich nicht soviel Geld verdiene und jetzt wo dein Vater weg ist, jetzt haben wir ja wirklich fast kein Geld mehr, aber ich hab einen neuen Job angeboten bekommen…“ Ich verstand definitiv nicht was daran doof seinen sollte und gucken sie dem entsprechend an. „ Ich hab den Job natürlich angenommen und…“  „Und was?? Was ist so schlimm daran?“ unterbrach ich sie. „Schatz, der Job er ist nicht hier in München…“
Irgendwie verstand ich nicht was sie damit sagen wollte und sagte das es ja egal sei doch dann erfuhr ich das was ich gar nicht hören wollte: „Er ist in Bitterfeld.“
Er ist in Bitterfeld, langsam ratterten mir die Worte durch den Kopf.
„ Was??? Heißt das wir ziehen um??? Nein Mama das geht nicht, das kannst du nicht machen!! Ich…ich bin doch grade erst…. NEIN!!!“ sagte ich völlig verdateter.
„ Mein Schatz es tut mir Leid, es war nur…“ „Es tut dir nicht Leid“, unterbrach ich sie, „hast du eigentlich mal an mich gedacht?? Ist dir dein Job etwa wichtiger als deine Familie und deine Freunde? Du bist doch total verrückt!! Ich hab da keinen Bock drauf…“
„Jetzt reicht es mir aber, ich hab mir das alles durch den kopf gehen lassen, so was lass ich mir nicht gefallen, wer nörgelt denn immer ich will Puma Schuhe und ne neue Tasche, Hose, Schuhe, T-Shirts… Ich bin das nicht! In erster Linie tu ich das für uns!! Für unsere Geld!!!“
War ja klar. Natürlich hatte meine Mutter nicht die Schuld, das war ja schon immer so gewesen. Es sammelten sich tränen in meine Augen und ich lief aus unsere Wohnung. „Lena!?!?!“ rief meine Mutter mir nach, doch ich war schon verschwunden.
Ich lief zu meinem besten Freund Toni und klingelte Sturm.
„Na meine kleine Cherleaderin“ grinsend begrüßte er mich, doch dann wurde sein Blick ernst.
„Was ist los Lena?“ Ich sage erstmal gar nichts und vergrub mein Gesicht in seinem T-Shirt.
„Hey Lena, komm erst mal richtig rein, willst du was trinken oder so was?“ Ich merke wie unsicher er war und darum nickte ich und setzte mich auf einen Stuhl in der Küche.
Als er mir ein Glas Orangensaft gab fragte er dann: „ So jetzt erzähl mal, was ist passiert?“
Ich gucke auf mein Glas und flüsterte „Ich zieh um!“
„Lena?? Willst du noch leiser reden dann kann ich dich besser hören, “ sagte er lachend.
„Man Toni das ist nicht witzig, Ich zieh um! Besser ich und meine Mutter?“
Sein grinsen war auf der Stelle weg. „Was??“ Er sah mich überrascht und traurig an.
„Ja, ich weiß nicht genau wann aber meine Mutter hat nen neuen Job in Bitterfeld.“
„Wo bitte ist das denn?“
„Keine Ahnung“  Dann stand er auf und umarmte mich auf der Stelle fing ich an zu heule.. „Heey meine kleine, Hör auf zu weinen“ sagte er aber man merke das er am liebsten selber los heulen würde. JUNGEN!!!
Er wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und lächelte mich an.
„Hey, das wird schon. In Bitterfeld sind bestimmt auch nette Leute.“ Ich wusste natürlich dass er das nicht so meinte als würde er mich nicht vermissen. Und Schluckte und sah in an, ich bewunderte ihn immer wider, nie hattet er schlechte Laune und sah immer alles positiv. Sein Glas war nie halb leer, es war immer halb voll. Ich nah ihn in den Arm und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Dann bekam ich eine SMS.
Mein Schatz es tut mir Leid, ich wollte doch nur das Beste für uns.
Bitte komm heute Abend um 8 nach hause damit wir alles besprechen können.
Noch einen schönen Tag mit Toni, ich weiß doch dass du bei ihm bist.
Und bitte verzeih mir, aber es ist wirklich besser für uns. Toni kann dich doch besuchen.
Ganz egal wann ich verspreche es dir. Bis dann Mama
Ich gucke Toni an und er zuckte mit den Schultern.
„ Ist doch nett gemeint…“ sagte er dann „und jetzt komm wir gehen zu meinem Vater in die Eisdiele.“  Ich liebe Eis und irgendwie machte es mir immer gute Laune.
Toni lenkte mich von dem Thema ab und wir gingen danach noch durch die Stadt.
Abends brachte Toni mich nach Hause und umarmte mich lange.
 „Ruf mich heute noch an okay?! Und sag mir wann ihr fahrt…“
„Klar mach ich…“
„Ciao meine kleine“, sagte er mir seinem süßem italienischem Akzent.
„Tschüss“ entgegnete ich.
Dann lief ich hoch in unsere Wohnung. Na ja vielleicht haben wir in Bitterfeld ja eine Wohnung die nicht so weit oben liegt. Als ich den 5ten Stock erreicht hatte schloss ich die Tür auf und setzte mich zu meiner Mutter in die Küche.
Sie lächelte mich leicht an. Ich grinste.
„ Also sag schon, wann fahren wir? wie lange ist es von hier weg? Ist es ne Wohnung die nicht so viel Treppen hat?...“
Meine Mutter lächelte erleichtert.
„Also wir fahren am Freitagmorgen also in 2 Tagen, es ist ca. 6 Stunden fahrt von hier und es gibt sogar eine Zugverbindung bei der man nur 1x umsteigen muss und es ist keine Wohnung, es ist ein Haus. Du hast deine eigene Etage mit Bad, Schlafzimmer und einer kleinen Küche allerdings ohne Ofen und Herd ect. Du kannst nur Getränke kalt stellen und hast ne kleine Bar. Natürlich ohne Alkohol.“
„Was?? Echt?? Wie cool…“
„ Schön dass du dich freust.“
Ich lächelte und ging in mein Zimmer. Ich packte ein bisschen und telefonierte lange mit Toni.